Anthroposophische und spagyrische Heilmittel

siegel

Grundlage der anthroposophischen Medizin, die auf Rudolf Steiner und Ita Wegmann zurückgeht, ist die Dreigliederung des menschlichen Organismus in Sinnes-Nerven-System, Bewegungs-Stoffwechsel-System (Verdauung, Gestaltung der Außenwelt) und Rhythmisches System (Lunge, Herz).

Hinzu kommt die Viergliedrigkeit des Menschen, bestehend aus physischem Leib, Lebensorganisation (Ätherleib), Empfindungsorganisation (Astralleib) und Ich-Organisation. Letztere kennzeichnet jeden Menschen individuell und offenbart sich in der einzigartigen Biographie.

Das harmonische Zusammenspiel dieser vier Organisationsebenen der sogenannten höheren Wesensglieder und des dreigliedrigen Organismus drückt sich in Gesundheit, Lebensfreude und schöpferischer Kraft aus; Vereinseitigungen oder Dominanzen einzelner Bereiche können zu Unstimmigkeiten führen.

Heilmittel der anthroposophischen Medizin zielen darauf ab, ein persönlichkeitsgemäßes Gleichgewicht wiederherzustellen. Mineralische, pflanzliche und tierische Substanzen werden nach speziellen Verfahren hergestellt und oft in homöopathischer Dosis verabreicht. Dabei spielen Metallpräparate und Organpräparate eine besondere Rolle.


Heilmittel der Spagyrik stehen sowohl in der Tradition der Alchemie, aber auch in einem Zusammenhang mit den Konzepten der Anthroposophie. So war Alexander von Bernus (1880-1965) freundschaftlich mit Rudolf Steiner verbunden.
Die Berührungspunkte beider Therapierichtungen liegen beispielsweise in der Verwendung von Metallpräparaten, bestimmten Verwandlungsprozessen, die auf dem Weg der Natursubstanz zum Heilmittel vollzogen werden und in der Einbeziehung rhythmischer Vorgänge (wie Tag und Nacht, Jahreslauf, Lebenslauf).


Bitte beachten Sie, dass für die hier angedeutete Anschauung des Menschen und viele anthroposophische und spagyrische Heilmittel bis heute ein streng wissenschaftlicher Nachweis und eine schulmedizinische Anerkennung fehlen. Bisher beruht die mögliche Wirksamkeit nur auf subjektiven Erfahrungswerten.